Gichi Funakoshi  (Gründer des Shotokan-Karate)

Karate-Do beginnt mit Respekt und endet mit Respekt

Im Karate gibt es keinen ersten Angriff

Karate üben heißt, ein Leben lang arbeiten. Darin gibt es keine Grenzen

Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht ständig warm hältst

Denke nicht ans Gewinnen, doch denke darüber nach, wie man nicht verliert

Die Kata darf nicht verändert werden, im Kampf jedoch gilt das Gegenteil

Was ihr durch die Worte anderer gelernt habt, werdet ihr schnell vergessen. Was ihr mit eurem Körper verstanden habt, daran werdet ihr euch euer Leben lang erinnern.

Du magst lange, lange Zeit üben, aber wenn Du nur Deine Hände und Füße bewegst und auf und ab hüpfst wie eine Marionette, dann ist das Karate-Studium nicht viel anders als das Tanzen lernen. Du wirst nie zum Kern der Dinge vordringen. Du wirst die Quintessenz von Karate-Do nicht begriffen haben.

Laß die Wolken ziehen und gehe deinen Weg.


Kyan, Chotoku. (1870 - 1945) Okinawa-Te Meister. 

Training ohne Verständnis des Kata-Sinns ist umsonst.

Wenn man sich in der Kata übt, muss man ihren Sinn verstehen. Man darf sich nicht von der Technik als solche täuschen lassen und muss zwischen Jodan (oben), Chudan (Mitte) und Gedan (unten) gut unterscheiden. Training ohne Verständnis des Kata-Sinns ist umsonst.

Die Kampfkunst ist dazu gedacht, Gewalt zu beseitigen, Ärger zu vermeiden und sich im Notfall zu schützen. Deshalb müssen sich alle Kampfkunst übenden eine Haltung der Bescheidenheit und Zurückhaltung angewöhnen und sich mit einem Geist der Loyalität und Hingabe gegenüber ihrer Kunst und ihrer Gemeinschaft erziehen.


Soken Hohan, Okinawameister  1889 - 1982

Um voranzuschreiten, muss man nach dem wahren Wesen der Kunst streben. 

Strebe immer nach Fortschritt und wenn du voranschreitest, prahle damit nicht.

Kampfkunsttraining kennt keine Grenzen. Schritt für Schritt, Lehre für Lehre und eines Tages wirst du unzweifelhaft den Tempel der Shaolin betreten.

Ich glaube es gibt zwei Arten von Schülern- der treue und motivierte, welcher die okinawanischen Künste lernen möchte. Der andere ist eher individuell und möchte nur sagen, dass er Karate lernt. Von diesem gibt es weitaus mehr. Es sind die, die du überall sehen kannst. Sie sagen sie kennen Karate oder sie betreiben Karate - dies sind wertlose Einzelgänger


Itosu Yasutsune, Lehrer Funakoshis

Karate wurde durch mündliche Überlieferungen weitergegeben und enthält Techniken mit dazu passenden Bedeutungen. Man muss sich dazu entschließen, den Zusammenhang dieser Techniken zu erforschen und dabei die Prinzipien des Torite (befreiende Hände) beachten, dann kann man die praktischen Anwendungen leichter verstehen.

Karate ist nicht dazu gedacht, im Wettbewerb eingesetzt zu werden, sondern viel eher als ein Mittel, seine Hände und Füße in einer ernsthaften Begegnung mit einem Raufbold oder Schurken zu gebrauchen.

Realität ist ein wichtiges Ziel im Karate Training. Sich vorzustellen, dass man wirklich während des Trainings auf dem Schlachtfeld ist, trägt viel zur Steigerung des Fortschritts bei.


Weitere Budozitate

In den alten Tagen übten wir Karate als Kampfkunst, aber nun wird Karate wie Gymnastik geübt. Ich denke, wir müssen verhindern, dass Karate als Sport behandelt wird - es muss immer eine Kampfkunst bleiben.
Chibana Choshin (1885-1969) Schüler Itosus

Karate ist ein Weg zu leben. Als solches bildet es einen Charakter, der ein vollkommen anderer ist als der, der im Sport entstehen kann. Karate übt man weder zum Spaß noch für einen Preis.
Yabu Kentsu, Okinawa-Te Meister (1863 - 1937) Itosu-Schüler

Judo auszuüben, um einmal einen Wettkampf zu gewinnen ist ein großer Irrtum.    
Kazuzo Kudo, 9. Dan Judo 

Das höchste Ziel des Te ist, eine gefährliche Situation ohne Zuhilfenahme harter Mittel zu beenden und den Angreifer so zu führen, dass er seine Fehler erkennt und durch Übung ein besserer Mensch wird. Da die Greiftechniken (Tuite) ein untrennbarer Teil des Te (Karate) sind, kann er durch sie noch eine Gesundheitsmassage bekommen. Doch er sollte wissen, dass das Te in seiner Eigenschaft als Kampfkunst im Bruchteil einer Sekunde, mit nur minimaler Veränderung der Anwendung, zu einer tödlichen Waffe werden kann.
Uehara Seikichi, Erbe des Motobu Choyu Stils